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Laut Krankenhaus-Barometer 2008 waren 9 % aller Krankenhäuser durch einen “Nottarifvertrag” abgedeckt, der von dem abgeschlossenen Vertrag abwich, um Rentabilität und Arbeitsplätze zu sichern. Weitere 3 % sind für die Auslachtung eines “Notstandsabkommens” vorgesehen. Neben der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung wurde 1995 eine Sozialversicherung eingerichtet, um die stationäre Versorgung von Bedürftigen pauschal zu bezahlen. Infolgedessen stieg die Zahl der privaten Pflegedienste für Bedürftige rasch an, und die Beschäftigung in diesem Sektor stieg 2008 auf 25,6 % der Gesamtbeschäftigung in Pflegediensten. Eine Änderung der Sozialversicherung aus dem Jahr 2008 beinhaltete die Finanzierung zusätzlicher Hilfsbetreuer und zusätzlicher Tagespflegedienste. Im Jahr 2008 entfielen 17,3 % aller Pflegekräfte auf Hilfsbetreuer. Zur Vertretung des öffentlichen Sektors siehe oben. In der Privatwirtschaft sind die meisten Krankenhäuser durch den BDPK und seine regionalen Mitarbeiter vertreten. Über den Krankenhaus- und Kliniksektor hinaus ist die Vertretung von stationären Sozial- und Gesundheitsdienstleistern stark fragmentiert. Pflegekräfte, die bei protestantischen und katholischen Wohltätigkeitsorganisationen beschäftigt sind, fallen weder unter das Bundesarbeitsgesetz noch das Betriebsverfassungsgesetz, sondern das kirchliche Arbeitsrecht.

Nach diesem Gesetz werden die Beschäftigungsbedingungen (Arbeitsvertragsrichtlinien, AVR) durch Kommissionen festgelegt, die sich aus Vertretern sowohl der Arbeitgeber- als auch der Arbeitnehmerseite zusammensetzen. Es gibt keine Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften. (Nur einige regionale protestantische Organisationen weichen von diesem Grundsatz ab). Arbeitskampfmaßnahmen sind verboten. Die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ist die größte in diesem Sektor tätige Gewerkschaft. Im Jahr 2009 hatte die DGB-Mitgliedsorganisation 2.138 200 200 Mitglieder (Beschäftigte und Beamte) in einem breiten Spektrum von privaten und öffentlichen Sektoren. Im Gesundheitswesen ist Ver.di an Tarifverhandlungen auf branchenübergreifender, sektoraler und betrieblicher Ebene beteiligt. Bisher wird nicht genug getan, um die Attraktivität des Sektors zu verbessern, da sich die Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals immer weiter verschlechtern und die Zahl der Hilfspflegekräfte und der Leiharbeitnehmer zunimmt.

Ein managed care system zur Verbesserung des Loses der ambulanten Pflegekräfte, Veränderungen der Arbeitsorganisation und Verbesserungen des Vergütungssystems sind erforderlich. Dazu gehören die politischen Entscheidungsträger. Die Arbeitsbeziehungen sind im privaten Sektor zu schwierig, um bessere Gesamtstandards festzulegen. Es gibt mehrere Organisationen, die Arbeitgeber in gesundheitspolitischen fragenden und ausbildungspolitischen Fragen vertreten, aber diese Organisationen sind nicht an Tarifverhandlungen beteiligt. Insgesamt konkurrieren Organisationen in Bezug auf Mitgliedschaft und politischen Einfluss. Anders als bei Krankenhäusern liegen keine Daten über die Deckungsquote privater Pflegeanbieter vor.